Trockene, brennende Augen

Eine Volkskrankheit

Immer mehr Menschen klagen über brennende, juckende und gerötete Augen. Beschrieben wird von den Betroffenen meist ein Gefühl von «Sand in den Augen». Die Symptome des trockenen Auges dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zusammen mit anderen Umwelteinflüssen kann die ungenügende Benetzung der Horn- und Bindehaut ernstzunehmende entzündliche Reaktionen auf der Oberfläche der Augen hervorrufen. Den Beschwerden liegen unterschiedliche Ursachen zu Grunde. Fachärzte und spezialisierte Optometristinnen und Optometristen erkennen diese nach sorgfältiger Analyse und Diagnosestellung. Die konsequente Therapie der Beschwerden ist erfolgversprechend.

(Bilder: zVg)

Das trockene Auge ist genau genommen eine Erkrankung des aus mehreren Schichten bestehenden Tränenfilms. Der wässrige Anteil wird an seiner Oberfläche, also nach Aussen, durch eine Fettschicht, welche das Verdunsten verhindern soll, bedeckt. Innen, der Horn- und Bindehaut zugewendet, sorgt eine wässerig-schleimige Schicht dafür, dass der Tränenfilm stabil (homogen), bleibt. Damit soll auch die Besiedelung mit Bakterien oder Viren verhindert und das Gleiten der Lider über die Augenoberfläche erleichtert werden.

Eingeteilt wird das trockene Auge im Wesentlichen in zwei Kategorien. Mangelndes Volumen in der Regel als Manko von wässrigem Anteil in der Tränenflüssigkeit oder zu starke Verdunstung wegen mangelhafter Lipidschicht (Lipid=Fett) auf der Oberfläche. Beteiligt an der Erkrankung können der Lidapparat, die Binde- und Hornhaut und die ableitenden Tränenwege sein. Oft liegen den Symptomen auch die Fehlfunktion der sog. Meibom-Drüsen, welche für die Lipidproduktion verantwortlich sind, oder eine körperliche Allgemeinerkrankung zu Grunde.

Es ist davon abzuraten, das trockene Auge ohne nähere Kenntnis der Ursache mittels Selbstmedikation dauerhaft zu behandeln. Eine falsch behandelte Erkrankung des Tränenfilms und -apparates kann sich wegen entzündlicher Reaktionen zu einem unliebsamen Teufelskreis entwickeln. Nach sorgfältiger Abklärung mit erprobten Test- und Prüfmethoden in der augenärztlichen Praxis oder bei ausgewiesenen Optometristen, können die Beschwerden erfolgreicher gelindert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden.

Stephanie Matt
Optometristin B.Sc.

Stephanie Matt ist Optometristin B.Sc. und ausgewiesene Spezialistin für Kontaktlinsen und allg. Optometrie in der Optometriepraxis bei Brillen TROTTER in Aarau. In ihrer täglichen Arbeit befasst sie sich, neben der kontaktoptischen Korrektur von Fehlsichtigkeit, besonders auch mit Beschwerden bei Trockenheitsgefühl und Brennen im Auge. Für die Suche nach den Ursachen der Krankheit und die Kenntnisse ihrer Behandlung hat sich die Autorin Exper-tenwissen angeeignet.
Brillen TROTTER AG, Bahnhofstrasse 55, Aarau
www.trotteraarau.ch; Tel. 062 838 22 22

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